Die Einfachmacher

Lea Panterodt, Stefan Franke und Michael Stolte wollen das Personalmanagement der SIGUV-Partner effizienter gestalten. Das hat viele Vorteile und schont sogar die Umwelt.

Quelle: BG ETEM
Quelle: BG ETEM

„Personalwirtschaft ist heute mehr als die bloße Verwaltung von Anwesenheits- und Gehaltsdaten“, sagt Stefan Franke. Sie umfasst viele weitere Aspekte von der Ressourcenplanung über die Entwicklung eines Talentmanagements, der Digitalisierung von Prozessen und Dokumenten bis zur Steuerung der Interaktionen zwischen Mitarbeitenden, Vorgesetzten und Personalabteilung. Franke, der seit 2005 in der Personalabteilung der BG ETEM arbeitet, sieht darin eine interessante Herausforderung. Seit letztem Oktober bringt er sein Fachwissen hauptamtlich in den Shared Service SIGUV ERP HCM ein. Der Shared Service ist mit Beschäftigten der Personalabteilung und der IT-Abteilung besetzt, auf der Fachseite bringt auch Nicole Roebsteck-Stahr ihre Expertise ein. HCM steht für Human Capital Management. „Der Name ist Programm“, lächelt Franke, „von Personalverwaltung spricht heute kaum noch jemand“.

Lea Panterodt ist seit 2017 als SAP/HCM-Anwendungsbetreuerin bei der BG ETEM „Vorher habe ich schon in der Privatwirtschaft mit SAP HCM gearbeitet, sowie in diesem Bereich Teilprojekte geleitet.“ Sie interessiert sich immer für neue Technologien und hat sich zum Ziel gesetzt, Arbeitsabläufe für die SIGUV-Partner zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Die Software SAP HCM ist dabei das Mittel der Wahl. Neben Panterodt unterstützt Heike Sahm seit vielen Jahren die Anwender der Personalabteilung. Ergänzt wird der Shared Service durch einem Administrator, Frank Straub, und einem Programmierer, Christian Veith. „Im Personalbereich gibt es nichts, was es nicht gibt, etwa wie ein bunter Strauß Blumen“, umschreibt Sahm ihre Arbeit.

Das findet auch Michael Stolte, er und sein Team beschäftigen sich seit 2001 mit der Anwendung von Produkten der Walldorfer Softwareschmiede bei der BG ETEM. Seit 2016 ist er Projektleiter für die Einführung von SAP HCM bei der BG ETEM und bei den anderen SIGUV-Partnern.

Für alle Eventualitäten der Personalwirtschaft

Bei der BG ETEM ist die Software seit vielen Jahren im Einsatz. Nach und nach kamen im vorherigen Verbund weitere Partner dazu. Seit 2018 betreibt die BG ETEM das SAP HCM nun für sich, seit Ende 2018 auch für die BGHW, die BG Verkehr und die Unfallkasse Hessen. Fast 5.500 aktiv Beschäftigte bzw. über mehr als 6800 Zahlungsempfänger werden nun innerhalb des SIGUV Verbundes in einem System administriert. „SAP HCM deckt alle Eventualitäten der Personalwirtschaft ab“, erklärt Michael Stolte. Die SIGUV-Partner nutzen jeweils die Module, die zu ihren speziellen Anforderungen passen.

Knapp 4.000 Beschäftigte können zum Beispiel über die Funktion ESS – Employee Self Service – ihre persönlichen Daten selbst verwalten, Zeitkorrekturen vornehmen oder Urlaubsanträge stellen. „Die Beschäftigten sind selbst Herr ihrer Daten, können ihren Entgeltnachweis online einsehen und übernehmen auch Verantwortung dafür, dass zum Beispiel die Kontoverbindung stimmt.“ Stolte ist überzeugt, dass sich dadurch eine Menge Papier sparen lässt. „Das entlastet die Umwelt.“

Geringere Kosten und verminderter Pflegeaufwand für alle Beteiligten

Die Nutzung der Software im Verbundsystem hat weitere Vorteile für alle Beteiligten. Dazu gehören geringere Kosten und ein verminderter Pflegeaufwand für die einzelnen Unfallversicherungsträger. Gesetzliche Änderungen wie zum Beispiel neue Sozialversicherungsbeiträge werden im Shared Service zentral eingespielt. „Das muss dann nicht jeder selbst machen“, erklärt Lea Panterodt, zu deren Aufgabe es gehört, solche Veränderung systemseitig abzubilden. Ebenfalls berücksichtigt die Software auch regionale Besonderheiten wie zum Beispiel das für die Unfallkasse Hessen verbindliche Landesrecht.

Für Michael Stolte ist das Ende der Entwicklung noch nicht erreicht. Er sieht sich auf der „Roadmap zu HANA“, dem neuen SAP-Standard, der sämtliche Unternehmensdaten und Analysen in Echtzeit zur Verfügung stellt. Ab 2020 sollen diese neuen Produkte nach und nach auch für die SIGUV-Gemeinschaft nutzbar gemacht werden.

 

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