Schon gewusst?
Manche Begriffe sind in aller Munde. Doch kaum jemand kann sie präzise definieren. Oder wussten Sie, was „Scrum“ bedeutet?
Der Wikipedia-Eintrag zu Scrum ist schier endlos. Ausgedruckt umfasst er 21 Seiten. Das wirkt eher schwerfällig. Dabei gilt Scrum als agile Methode, um mit überschaubaren Teams von drei bis neun Leuten komplexe Aufgaben zu bewältigen. Entstanden ist Scrum ursprünglich in der Softwareentwicklung. Heute wird es aber auch zum Projekt- und Produktmanagement in anderen Bereichen genutzt.
Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass manche Projekte einfach zu komplex sind, um sie komplett zu überblicken. Also zerlegt man sie in Teilschritte. In diesen Sprints werden Teil- bzw. Zwischenergebnisse erarbeitet. Je nach dem, wie diese ausfallen, wird das weitere Verfahren angepasst. Im Idealfall erleichtert dieses Vorgehen die Realisierung des langfristigen Plans bzw. der Vision oder der gewünschten Produkteigenschaften (Product Backlog).
Scrum kennt drei Rollen: Der Product Owner verantwortet den Erfolg des Projekts und gibt dem Entwicklungsteam die Ziel vor. Das Team organisiert seine Arbeit selbst und dokumentiert den Arbeitsfortschritt. Der Scrum-Master achtet als Coach darauf, dass die Regeln der Zusammenarbeit eingehalten werden und hält dem Team z. B. bei Störungen von außen den Rücken frei.
Darüber hinaus werden weitere Stakeholder – Kunden, Anwender oder das Management – in den Prozess eingebunden, um etwa ihre Erfahrungen mit einem neuen Produkt in dessen Verbesserung einfließen zu lassen.
Ein Ziel von Scrum ist es, jederzeit ein hohes Maß an Transparenz über den Fortschritt der einzelnen Sprints und der gesamten Projektarbeit zu bieten.
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